Nagelschneider

Spezialisten im Ingenieurbau

Karwendel

H. Nagelschneider GmbH & Co. KG

Seit 1949 baut Nagelschneider. Vom klassischen Bauunternehmen für den Wohnungsbau entwickelten wir uns zum anerkannten Spezialisten für den anspruchsvollen Ingenieurbau. Ungewöhnliche und mitunter einzigartige Lösungen für komplexe Bauvorhaben – das ist unser Geschäft.

Mit der Erfahrung von mehr als einem halben Jahrhundert setzen wir Projekte maßgeschneidert um – als inhabergeführtes Familienunternehmen in dritter Generation. Mit sozialer Verantwortung – familienfreundlich, leistungsorientiert, flexibel.

Wirtschaftlichkeit und Individualität passen nicht zusammen? Doch. Denn wir sehen die Effektivität als grundlegende Herausforderung. Ob hoch im Gebirge oder tief unter der Erde – wir machen das. Denn wir können das.

Erfolgsgeheimnis

Warum bekommt gerade Nagelschneider viele besondere und anspruchsvolle Projekte und Aufträge? Die Antwort ist so einfach wie ambitioniert, aber kein Geheimnis: Weil wir uns damit auseinandersetzen. Unsere Ingenieure beschäftigen sich mit einer Aufgabe und konstruieren häufig Lösungen, die andere nicht gefunden haben. Auf dieser Grundlage basiert das besondere Vertrauensverhältnis zu zahlreichen langjährigen Kunden.

Die Geschichte

Wie so viele Menschen macht sich auch Heinrich Nagelschneider nach Beendigung des zweiten Weltkriegs Gedanken um die Zukunft seiner Familie. Die Kinder sind noch klein aber mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland gilt es die Weichen zu stellen. Heinrich Nagelschneider will sich selbständig machen. 1949 gründet der 42-jährige Bauingenieur gemeinsam mit seiner Frau in München seine erste eigene Firma. Als »Firmenzentrale« dient ein Gartenhaus im Stadtteil Denning. Voller Optimismus macht er sich ans Werk, auch wenn der erste Firmenwagen nur drei Räder hat.

Der Bauboom der Nachkriegsjahre begünstigt die Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Und Heinrich Nagelschneider hat Ideen. Seine Arbeit kommt gut an im aufstrebenden München. Schwerpunkt seiner Tätigkeit wird der Bau zahlreicher Einfamilienhäuser, Villen und größerer Wohnblöcke im Münchner Zentrum. Bald arbeitet er auch für die Prominenz der Stadt. Gerade Künstler wissen seine Arbeit zu schätzen. Auch Heinz Rühmann beauftragt ihn mit dem Bau seines neuen Wohnhauses.

1954 zieht die Firma nach Haidhausen. Hier hat Nagelschneider seinen Sitz in den Jahren des Wirtschaftswunders und des Münchner U-Bahn-Baus. Eine Stadt mit so viel Historie erwartet nach dem Krieg mehr und mehr die Pflege ihrer wichtigsten Baudenkmäler. 1956 erhält Nagelschneider den Auftrag, am Münchner Stachus das berühmte Karlstor mit »Compakta«-Zusatz neu zu verputzen. Man verwendet „Compakta“-Zusatz, der wie es heißt die Atmung nicht behindert und das Mauerwerk wetterbeständig und wasserabweisend hält.

In den sechziger Jahren übernimmt die zweite Generation der Familie zunehmend Verantwortung. Walter Nagelschneider, der Sohn des Gründers, ist ein brillanter Ingenieur. Unter seiner Führung entwickelt sich die Firma immer mehr zu einer angesehenen Adresse für den Ingenieurbau. Nunmehr steht nicht der klassische Hausbau im Vordergrund, sondern immer mehr der anspruchsvolle Ingenieurbau.

Mit den olympischen Spielen 1972 bekommt Nagelschneider die Chance, sich beim Bau der U-Bahn einen Namen zu machen. Mehr als 10 Kilometer U-Bahn-Linie baut die kleine Firma in den folgenden Jahren, dazu kommen Bahnhöfe und Aufzüge.

Walter Nagelschneider wird bekannt als präziser Kalkulator und wird gerade deshalb auch von seinen Auftraggebern hoch geschätzt. Der gute Ruf der Firma Nagelschneider basiert jedoch vor allem auf der Fähigkeit, komplexe Bauprojekte in besonderer Art und Weise zu lösen.

Inzwischen sind die Verwaltungsräume wieder einmal zu klein geworden und so beschließt die Familie, den Firmensitz in die Barlowstraße nach Englschalking zu verlegen. Aus dem sogenannten Lagerplatz wird der endgültige Sitz der Firma Nagelschneider.

Jahr für Jahr steht die Firma vor neuen Herausforderungen. Inzwischen werden bundesweit Projekte in Angriff genommen. Ein Höhepunkt bautechnischer Art wird 2007 das Naturerlebniszentrum im Karwendel-Gebirge.

2009 verstirbt Walter Nagelschneider. Heute führt seine Tochter Ulrike das Unternehmen. Die Baufirma Nagelschneider vereinigt Tradition und Kompetenz mit Betriebstreue. Zahlreiche Mitarbeiter arbeiten »lebenslang« für das Unternehmen. So wird das gemeinsam aufgebaute Know-how zu einer entscheidenden Stärke in einem Markt, in welchem die besondere Leistung zählt.